Warum der Kontext so wichtig für den Linkaufbau ist

Damit Verbindungen zwischen den einzelnen Web-Dokumenten möglich sind, benötigt es Links. Suchmaschinen, wie etwa Google, können – neben dem Inhalt der Seite – auch anhand der Linkstruktur erkennen, um was es auf einer Webseite geht. Vor allem dann, wenn viele externe Links von anderen Seiten kontextbezogen auf eine Seite verweisen, ist das ein Indiz für die Relevanz des Themas, das im Linktext zum Ausdruck gebracht wird. Die externe Verlinkung ist aber auch entscheidend für die inhaltliche Bestimmung des Webseiten-Themas. Suchmaschinen erkennen zwar den Inhalt der Seite durch den Linktext, jedoch setzen sich Webseiten aus mehreren Themen zusammen. Welche Themenschwerpunkte vorzufinden sind, zeigt sich auch durch den Umstand, welche Keywords gewählt wurden. Am Ende ist es aber erst der Kontext, der der Suchmaschine zu verstehen gibt, welche Themen auf der Homepage zu finden sind. Somit ist der Kontext extrem wichtig für den Linkaufbau und sollte daher keinesfalls unterschätzt oder gar ignoriert werden.

Warum ist der Kontext entscheidend?

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Eine Internetseite, die sich ausschließlich mit e-Bikes beschäftigt, wird sich vor allem mit dem Thema des Antriebs befassen. Die Seite verweist auf andere Webseiten, wo abwechselnd die Begriffe Frontantrieb oder auch e-Bike-Antrieb und Heckantrieb vorkommen. Google erkennt daher kaum, ob sich die Webseite mit dem Thema e-Bike befasst oder es mitunter um den jeweiligen Antrieb geht. Zudem kann die Suchmaschine auch nicht erkennen, ob die Webseite einen werbenden oder ausschließlich informativen Charakter hat. Überprüft Google in weiterer Folge die Verlinkung auf die anderen Webseiten, kann am Ende besser erkannt werden, welche Themen angesprochen werden.

Google kann dann, anhand der Linktexte, eine Einordnung vornehmen. Diese Einordnung befasst sich vorwiegend mit der Qualität der externen Links, die in weiterer Folge wieder einen Einfluss auf das Ranking haben. Webmaster, die externe Links benötigen, sollten sich also vorwiegend gute Links besorgen, die auch dafür sorgen, dass die Suchmaschine erkennt, welche Themen behandelt werden. Nur dann kommt es zu einer Verbesserung im Ranking der Suchmaschine. Es handelt sich dabei um keine neuen Erkenntnisse, wobei der Kontext – in sehr vielen Fällen – noch immer sträflich vernachlässigt wird. Dabei ist ein Link einer Seite aus dem richtigen Kontext um ein vielfaches stärker, als Links von nicht-relevanten Seiten. Nur dann, wenn der Webmaster den Kontext berücksichtigt, kann er das Ranking der Seite verbessern und so dafür sorgen, dass es zu steigenden Besucherzahlen kommt.

Google sorgte für die Revolution

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Als Google noch in den Kinderschuhen steckte, gab es ein relativ einfaches Linkklick-Verhalten: Der Nutzer kam auf eine Webseite und hat einen zufälligen Link ausgewählt, damit er auf eine andere Webseite gelangt. So wurden die Webseiten belohnt, da es zahlreiche externe Links gab, die kontextuell gepasst haben. Heute werden aber keine zufälligen Klicks generiert, sondern gezielt danach getrachtet, dass der Nutzer den Link nutzt, um auf eine andere – für ihn relevante – Webseite zu kommen. Das zufällige Klicken ist auch – bezogen auf die praktische Umsetzung – kaum nachvollziehbar und daher nicht erfolgversprechend. Wenn der Nutzer die Webseite verlässt, möchte er weitere Informationen haben, sodass er Links bevorzugt, die im Kontext zu dem Thema passen.

Google hat sich dieser Aufgabe angenommen und ein Patent angemeldet, wobei hier von rationalen Surfern die Rede war. Doch die Idee konnte zunächst nicht umgesetzt werden, da Google keinerlei Möglichkeiten hatte, das Surfverhalten der User zu analysieren. Ein Argument, warum Google in weiterer Folge einen eigenen Browser (Chrome) entwickelte, sodass es der Suchmaschine möglich war, das Surfer-Verhalten zu erkennen. Heute ist Googles Android übrigens zum Marktführer bei Betriebssystemen für Smartphones und Tablets geworden; hier ist Chrome bereits als Standardbrowser vordefiniert.

Das Geheimnis der perfekten Suchmaschinenoptimierung

Google will keine bezahlten Links heranziehen, um die Bedeutung der Webseite zu erkennen. Das hängt mit dem Umstand zusammen, dass Links, die ausschließlich kommerzieller Natur sind, nicht aufgrund der inhaltlichen Relevanz eingestuft werden können. Der Link kann für Google nur dann wirksam sein, sofern er in einem redaktionellen Umfeld liegt und auf eine kontextbezogene Webseite verweist. Des Weiteren sollte die Suchmaschine über den Link erkennen, dass der Link von Nutzern verwendet wird und somit als hilfreich bewertet werden kann. Wechselt der Nutzer also vom konzeptionellen und kontextbezogenen Link auf eine andere Internetseite und kehrt anschließend nicht zurück, erkennt die Suchmaschine einen Mehrwert; das sorgt für eine positive Beurteilung. Aus diesem Grund ist es ratsam, wenn der Webmaster mehrere Links setzt, die diesen Effekt aufweisen. Webmaster müssen einerseits die inhaltliche Qualität der eigenen Internetseite überprüfen, andererseits aber auch darauf achten, dass die externen Links im konzeptionellen und kontextbezogenen Sinn passen.

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