Suchmaschinenoptimierung aus technischer Sicht für Blogger

SEO - Technische Sichtp>Viele Blogger haben bei der Erstellung von Content zwar die Suchmaschinenoptimierung (SEO) im Blick, allerdings besteht oft eine Fokussierung auf die inhaltliche Gestaltung. Das ist insofern nachvollziehbar, möchten doch die Blogger für ihre Nutzergruppe inhaltlich relevante und hoch-qualitative Mehrwerte bieten, welche letztlich zu mehr Besuchern des Blogs führen und heiß begehrte Links nach sich ziehen. Allerdings wird der technische Aspekt der Suchmaschinenoptimierung oft vernachlässigt.

Dabei lässt sich mit einer kleinen Checkliste für Blogger auch der technische Part gut abbilden und verhilft ggf. schon alleine dadurch zu besseren Rankings in den Suchmaschinen wie Google & Co. Basiert nämlich eine Webseite, ein Onlineshop oder natürlich ein Blog auf einem technisch starken Fundament und weist inhaltlich zudem hoch-qualitative Inhalte auf, erreicht man die besten Chancen im Spiel um die begehrten Platzierungen im oberen Bereich der Suchergebnisse. Hierzu ist dafür Sorgen zu tragen, dass die Bots der Suchmaschinen, auch als Webcrawler bezeichnet, die Inhalte wie z.B. Texte und Bilder problemlos erreichen und katalogisieren können. Die besten Ergebnisse lassen sich dadurch erzielen, wenn die Informationen so aufbereitet sind, dass die Such-Bots die Inhalte gut verwerten können.

Bestandteil aus technischer Sicht ist beispielsweise eine durchgängig logische und für Nutzer einfach zu verstehende Webseiten-Navigation, ein sauberer und weitgehend nach einem Standard valider Webseiten-Code (Stichwort HTML) und eine sprechbare URL (www.deine-domain.de/xyz?index_php vs. www.was-ist-seo.biz/artikelname). Die nachfolgende Checkliste für das technische SEO ist vom Aufbau her gut für Anfänger verständlich und nachvollziehbar. Damit lässt sich der über die Suchmaschinen generierte organische Traffic ausbauen.

1. Analysiere und erstelle einen einheitlichen URL-Aufbau

Die notwendige Aufmerksamkeit der Suchmaschinen sichert schon einmal ein guter Seitenaufbau als Basis. Hierzu eignet es sich, die Webseite mit dem SEO-Tool Screaming Frog (in der kostenlosen Version bis zu 500 URLs möglich) zu analysieren/crawlen. Das Tool stellt die Schlüsselelemente der Webseite heraus, findet ev. doppelte Meta-Beschreibungen und Seitenüberschriften (Achtung: Duplicate Content) und überprüft zudem den URL-Aufbau der Domain. Des Weiteren ist es ratsam, die Webseite bzw. den Blog in der Search Console von Google (kostenlos) anzumelden. Eventuell vorhandene Crawling -Fehler werden hier aufgedeckt. Beim URL-Aufbau ist grundsätzlich davon auszugehen, dass eine gute URL eher kurz gehalten ist und den sich dahinter zu erwartenden Content erläutert.

2. Optimierung des Crawling-Budgets der Suchmaschinen

Korrekte Weiterleitungen aufgrund von z.B. nicht mehr vorhandenen Artikeln oder das Beheben von defekten nicht mehr erreichbaren Links sind die Basis einer gesunden Optimierung. Es gilt das für die eigene Webseite zur Verfügung stehende Crawling-Budget der Suchmaschine optimal zu nutzen. In Bezug auf die Weiterleitungen ist grundsätzlich von zwei Szenarien auszugehen:

  • Weiterleitung per 301 Redirect – permanente Weiterleitung, die 90-99 % der Originalseite weiterleitet
  • Weiterleitung per 302 Redirect – temporäre Weiterleitung, zeigt den Suchmaschinen, dass die Originalseite bald wiederhergestellt ist

Fehlerseiten, also Webseiten die nicht mehr erreichbar sind und einen 404-Fehler-Code aufweisen sind auch entsprechend zu beheben.

3. Ladezeit, Ladezeit, Ladezeit

Es ist dafür Sorge zu tragen, dass die Webseiten schnell geladen werden können. Jede Sekunde mehr an Ladezeit führt zu einer geringeren Konversion. In Verbindung mit einem höheren Suchmaschinen-Ranking steht die Ladegeschwindigkeit. Merke: Benötigt eine Webseite länger als 3 Sekunden für den Ladevorgang, springen ca. 40% der Besucher direkt wieder ab. Gtmetrix und/oder PageSpeed Insights sind in Bezug auf die Ladezeit erste Anlaufstellen.

4. Doppelte Inhalte (Duplicate Content) sind nicht gewünscht!

Duplikate verwirren Suchmaschinen insofern, als das diese gestört werden relevante Unterseiten der Domain zu identifizieren. Mit dem SEO-Tool Siteliner lässt sich die Domain mit bis zu 250 Unterseiten crawlen und zeigt nach dem Crawling doppelte Inhalte auf, sortiert nach prozentualer Übereinstimmung. Ebenfalls lässt sich die Google Search Console zu Rate ziehen, auch dort lassen sich eventuell vorhandene Duplikate aufspüren.

Je nach Situation bieten sich drei Schritte an, um dem Thema Duplicate Content zu begegnen:

  1. Meta-Tag noindex: Bei Verwendung dieses Tags in den Meta-Angaben des betreffenden HTML-Dokuments, werden die Suchmaschinen-Bots die Seite crawlen, aber nicht indexieren
  2. Canonical-Tag im Kopfbereich: Das Setzen eines Canonical-Tags (rel=“canonical“) im-Bereich des betreffenden HTML-Dokuments zeigt der Suchmaschine, welche Version bevorzugt werden soll
  3. Reduzierung doppelter Inhalte bzw. Löschen doppelter Inhalte: Die einfachste und sauberste Lösung

5. Inhaltsreiche Snippets machen einen Unterschied in den SERPs

Bots der meisten Suchmaschinen können – sofern auf der Webseite vorhanden – ein strukturiertes Standart-Datenvokabular verarbeiten (Stichwort Schema-Markup). Damit lassen sich Unterseiten kategorisieren und es werden auf den Suchergebnisseiten (SERPs) entsprechend inhaltsreiche Snippets dargestellt. Dabei sorgt das Schema-Markup nicht für ein besseres Ranking, aber die bessere Darstellung ist in der Regel klickfreudiger, so dass sich dieses Nutzerverhalten (Stichwort CTR, click through rate) positiv auf das Ranking auswirken kann. Auf KISSMetrics findet sich eine detaillierte Anleitung für ein solches Markup. Für Blogger die WordPress im Einsatz haben, lohnt sich auch ein Blick auf das Schema-Creator-Plugin.

Fazit

Die Wichtigkeit der technischen Suchmaschinenoptimierung ist weder zu unterschätzen noch zu beeinträchtigen. Oben genannte Checkliste beschreibt nur fünf Möglichkeiten, in Zukunft im organischen Ranking der Suchmaschinen besser platziert zu werden. Blogger und natürlich auch andere Menschen, welche Herausforderungen in der Konzeption oder in der Umsetzung solcher Maßnahmen sehen, können gerne auf professionelle Unterstützung aus Mainz zurückgreifen.